Nicht zu unterschätzen: seelische Auswirkungen
Oft denkt man bei der Behandlung von Parkinson-Betroffenen spontan nur an Medikamente und Physiotherapie. Mindestens ebenso wichtig jedoch ist die Psychologie. Die Diagnose ist nicht leicht zu verkraften, und mit Fortschreiten der Krankheit flüchten sich viele Patienten in eine Isolation, die nicht selten in Depressionen mündet. Um diese Entwicklung zu vermeiden, ist auch die Gemeinschaft unserer regelmäßigen Gruppentreffen ein wesentlicher Faktor.
Unsere psychologische Betreuung betrifft nicht nur den Patienten selbst, denn wie bei jeder chronischen Erkrankung werden Familienangehörige ebenfalls in das Krankheitsgeschehen mit einbezogen: In Lebensgemeinschaften wie Ehen und Familien werden Rollen und Aufgaben neu verteilt, in betreuenden und pflegenden Funktionen finden sich Angehörige häufig mit völlig neuen Aufgaben konfrontiert. Sie mit diesen neuen Erfahrungen nicht alleine zu lassen, haben wir uns zum Ziel gesetzt.Unsere Arbeit mit Betroffenen, Familien und Angehörigen: Sich verstecken und vergraben ist keine Ermutigen, Unterstützen, Weitergeben von Problemlösungen Gruppentherapeutische Aspekte wie Selbsterfahrung, Solidarität und Gemeinschaftserleben unter fachlicher Anleitung Angehörigenarbeit als wichtiges Instrument der Rückmeldung für professionelle Helfer: Erfahrungen mit Krankheitsauswirkungen und Therapiefolgen können in zukünftige Therapieplanungen unmittelbar einfließen Workshops Entspannungstechniken wie progressive Muskelrelaxation, autogenes Training etc. (als Element der Physiotherapie)